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Okay ... das Gerät ist inzwischen bei mir eingetroffen und getestet:
Ich suche schon lange ein Spektiv für die Tierbeobachtung, aber alle Geräte die in die engere Auswahl gekommen sind kosten über 700, - € . Sie wiegen dann um die anderthalb Kilo und müssen auch (fast) immer in 'ner sperrigen Tasche mitgeschleppt werden. Hochwertige Optiken schleppen wir schon mit uns herum, also warum noch zusätzliches Glas kaufen.
... und hier kommt das Lens2scope ins Spiel: klein, leicht, kompakt kann es immer in der Fototasche sein. Das Gewicht von knapp 200g ist fast kaum zu merken. In Verbindung mit einem 70-200mm Objektiv ergibt sich ein Spektiv mit 7-20facher Vergrößerung. Für schwere Linsen (z.B. 2.8er) nutzt man am besten die Objektivschelle des Objektivherstellers ... leichtere Objektive können auch mit der mitgelieferten Stativaufnahme genutzt werden. Schärfe, Zoom und ggf. Dioptrienkorrekturen werden nur an dem Fotoobjektiv eingestellt.
Es ergibt sich ein, bis in den Randbereich, scharfes Bild. Durch ein Dachkantprisma wird das Bild aufgerichtet, steht also nicht auf dem Kopf. Die Bedienung ist einfach und man hat nach kurzer Zeit ein recht gutes Gefühl für die Einstellungen. Wichtig: Das verwendete Objektiv muss handfokussierbar sein! Bei Drehzooms ist die Einstellung ein wenig gewöhnungsbedürftig durch die zwei getrennten Einstellringe. Bei Schiebezooms muss das richtig flott gehen (kann ich leider nicht testen). Die Verwendung eines TKs bringt eigentlich nichts, da er zu viel Licht kostet. Mit einem 70-200 kann man bei geübter Hand auch mal auf das Stativ verzichten. Okay ... und nun zum Knackpunkt: Die Lichtstärke! Bei Tageslicht ist der Vorsatz gut einsetzbar, bei Dämmerung bedingt, aber als Nachtglas taugt er nicht! Bei einer maximalen Austrittspupille von 2,5mm kann man diesen Einsatzbereich auch nicht erwarten. Zweitverwendung: Mit einem 1:1-Makro wird das Spektiv zur Lupe mit 25-facher Vergrößerung! Das können Spektive nicht!
Mein Fazit: Die Investition von z. Zt. 169, - € ist der Vorsatz ohne Weiteres wert! Die Untauglichkeit als Nachtglas war mir schon vor Kauf bekannt, die Abbildqualität mit meinem einfachen Sigma 70-300 / f4,5-5,6 hat mich schon ein wenig von den Socken gehauen! Der Vorsatz hat schon einen Stammplatz im Fotorucksack bekommen! Ein befreundeter Optikermeister, der sich auch recht gut mit Ferngläsern und Zielfernrohren auskennt, war ebenfalls begeistert.
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